WERDEGANG
Manfred Walter
In der Schulzeit machte mir der Bereich bildnerische Erziehung große Freude, während der letzten Klassen der Oberstufe im Gymnasium entdeckte ich, dass ich mit Pinsel und Deckfarben (Gouachefarben) gut umgehen konnte und begann Bilder zu malen.
Entsprechend meiner depressiven Gefühlswelt boten sich der schwarze Fotokarton und das Deckweiß – gemischt mit diversen Farben – wie von selbst an.
Zu dieser Zeit hatte ich auch bereits Michael Pugel kennen gelernt, der ebenfalls malte und mich mit dem Spritzgitter bekannt machte (das ist ein kleines rundes Gitter, wenn man mit einem Borstenpinsel Farbe darauf verreibt, kann man ein Sprenkeln erzeugen), das meine Malerei genial ergänzte.
Nach ersten Übungen gab es nun die Möglichkeit, Farbverläufe gekonnt darzustellen.
Ich beendete meinen schulischen Werdegang mit Matura und mein Gefühl zog mich zu einem Studium der Malerei. Dort gab es aber (in Wien) eine Aufnahmeprüfung wo man mit einigen Werken oder mindestens Zeichnungen erscheinen musste.
Ein Bekannter, der eine Klasse über mir fertig geworden war, hatte diese Aufnahmeprüfung mit einer meiner Meinung nach tollen Mappe versucht und war gescheitert. Damit war für mich klar, dass ich das gar nicht erst versuchen muss.
Also inskripierte ich an der Wiener Universität im Fach Architektur, weil sich das irgendwie verbinden ließ: Kunst auf der einen Seite, praktische Ausübung mit einem Beruf, in dem man auch etwas verdienen konnte auf der anderen Seite – und keine Aufnahmeprüfung.
Die eingeschränkte Zeit hinderte mich jedoch nicht, meinen Weg weiter zu gehen und mich persönlich weiter zu entwickeln.
Ich lernte, mit Folien zu arbeiten und die Pigmentfarben, die für den Airbrush benötigt werden, richtig einzusetzen. Ich lernte auch, dass ein einziger Farbklecks an der falschen Stelle ein Bild zerstören kann – ganz zu schweigen von einem versehentlich umgestoßenen Pipettenfläschchen.
Meine Beziehung zur Malerei blieb immer eine besondere. Ein leerer weißer Bogen Karton verhieß eine Vielzahl von Möglichkeiten und wollte einfach verändert werden.
In dieser Phase unternahm ich experimentelle Versuche mit dem Airbrush, hatte aber immer den Ansatz, ein fertiges, brauchbares Bild zu schaffen. Meist ist mir das gelungen, einige Arbeiten musste ich aber entsorgen.
Ich hatte in dieser Phase nicht das Gefühl, Künstler zu sein, wieviel mir auch immer Freunde und Bekannte anerkennend auf die Schulter klopften – und wenn es um das Verkaufen eines Werkes ging, setzte ich den Preis eher niedrig an. Natürlich verkaufte ich dann in der Folge viele dieser Arbeiten.
Viele Arbeiten aus dieser Zeit kann ich direkt einem Musiktitel oder einem Album zuordnen. Am liebsten hörte ich Jean Michel Jarre, Tangerine Dream, Mike Oldfield, die Doors, Barclay James Harvest, Peter Gabriel, um nur einige zu nennen.
Und natürlich las ich alle Airbrush-Zeitschriften und kaufte mir Bücher zum Thema Airbrush, meist mit dem Hintergrund, an den dargestellten Bildern zu lernen und zu sehen, wie ein bestimmter Effekt dargestellt wird.
Immer an meiner Seite und mich stets unterstützend – welch mäßig intelligente Idee ich auch gerade verfolgte – meine liebe und bildhübsche Frau Marlies, die in diesen Tagen noch Medizin studierte.
Hier links ist sie mit einem ersten Ergebnis der Lackiertechnik – einer verzierten Motorhaube unseres damaligen Autos – zu sehen. Rechts darüber etwa um dieselbe Zeit ein Foto mit unserer Tochter Barbara.
Wir hatten auch Fotos von unseren Bildern mit und es wurde uns Anerkennung gezollt.
Der Kurs war in Bezug auf freies Arbeiten eine herbe Enttäuschung. Eigentlich wurde uns bewiesen, dass man ohne hilfreiche Folien nicht auskommen kann.
Und dieses veränderte mein malerisches Leben. Nicht nur mein theoretisches Wissen war größer geworden, ich konnte das auch direkt in der Praxis umsetzen, weil zu diesem Zeitpunkt bereits genügend Übung mit dem Airbrush vorhanden war und ich nur loslegen musste. Mit dem richtigen Material war es in Wahrheit viel einfacher geworden.
Ich begann nun auch vermehrt, Helme und Motorrad-Teile zu bemalen und dafür Geld zu verlangen.
Diese Person fand ich nach einigen Versuchen und Irrtümern in Christian Ivicic, der meiner Meinung nach ein begnadeter Lackierer vor dem Herrn ist. Nachdem ich einmal bei ihm gelandet war, gab es an dieser Ecke kein Problem mehr.
Hier links zu sehen ein Motorrad, das im Auftrag des Kunden mit einem „Tropfendesign“ versehen wurde.
Auch mit der Malerei auf Karton machte ich weiter – selbstverständlich alles am Wochenende oder am Abend nach der Arbeit.
Im Jahr 1990 – ich war 26 Jahre alt – einigten wir uns auf den Titel „Lichtstimmen“ als Synonym für das Wort „Farben“ und stellten in der 1. Wiener Wohnbaugalerie aus.
Wir versuchten, so viele Leute wie möglich dorthin zu bekommen und natürlich kamen alle unsere Freunde und die meisten unserer Bekannten.
Mein Vater brachte neben einigen wichtigen Direktoren auch den damaligen Generaldirektor des Versicherungsunternehmens mit, in dem wir arbeiteten, und so gelangen auch einige Verkäufe. Auch Freunde kauften und am Ende der Ausstellung waren viele Bilder weg und meine Finanzen – im Gesamten seit Beginn meiner Malerei gesehen – ausgeglichen.
Die Bilder entstanden nach wie vor in meinem Kopf und bei der Umsetzung gab es keine visuelle Hilfe wie z.B. ein Foto, wo man sich etwas hätte abschauen können.
Irgendwie war ich auch ein Airbrusher geworden und warb mit einem Inserat in einer Motorrad-Zeitschrift. Hier bekam ich auch Kunden und Aufträge. Nach wie vor war Michael Pugel mit im Boot und wir benutzten den schon früher kreierten Namen WaP-Graphics für unsere gemeinsame Tätigkeit.
Ich erkannte auch, dass ich für diese Art der Tätigkeit in Wahrheit nicht geeignet war. Wer sich zu viele Sorgen macht und für ein perfektes Ergebnis im Detailbereich Stunden aufwendet kann hier nicht bestehen.
Außerdem hatte ich mir mittlerweile selbst bewiesen, dass ich das konnte, ein wichtiger Motivationsfaktor fiel somit von selbst weg.
Das Ende vom Lied war der geordnete Rückzug: ich ließ diese Türe zwar offen und nehme auch heute noch einzelne Auftragsarbeiten im Bereich Fahrzeugbemalung an, zog mich aber von der Kundenwerbung zurück und erhöhte den Preis auf ein Maß, der mir alle Nachteile erträglich machte.
Dadurch fielen diese Aufträge fast zur Gänze von selbst weg und ich hatte wieder mehr Zeit für die freie Malerei.
Gleichzeitig erhöhte er aber durch sein Erscheinen den Druck, unsere Wohnsituation zu verändern. Wir lebten mit meiner Mutter gemeinsam in einem Haus am Stadtrand von Wien und litten an einer gewissen Raumnot. Nun beschlossen wir, das Haus auszubauen und den Dachboden künftig mit zu nutzen.
Sehr schnell weitete sich dieses Projekt zu einem Umbau des gesamten Hauses aus und bereits nach kurzer Zeit hatte ich keine Wahl mehr: ich stellte meine Malerei auf unbestimmte Zeit ein.
Nach 4 Jahren war der Umbau beendet und ich war wieder frei genug, die Malerei erneut aufzunehmen. Nun hatte ich kurioserweise keinen Raum mehr zur Verfügung. Früher hatte ich den zugigen, im Winter eiskalten Dachboden genutzt und mir dort 2 kleine „Zimmer“ adaptiert, diesen Platz gab es jetzt nicht mehr.
Ich begann also ein Studio zu suchen und hatte bereits das eine oder andere Projekt gesichtet als uns das Nachbarhaus zum Kauf angeboten wurde. Mit Hilfe einer kräftigen Finanzspritze meines Vaters wurde dieses Haus gekauft und seither habe ich dort – im Obergeschoß – mein Atelier, in dem ich arbeite.
Die Versicherung, in der ich nach wie vor arbeitete, wurde von einem anderen, größeren Versicherungsunternehmen aufgekauft und ich war von einem Tag zum anderen – nach 15 durchaus engagierten Jahren – überflüssig, was mir indirekt auch mitgeteilt wurde.
Ich brauchte einige Zeit – einen ganzen Sommer – um damit klarzukommen, dann beantragte ich eine Arbeitszeitreduzierung und ging nur noch halbtags arbeiten.
Dass ich keinerlei Ausbildung als Grafiker hatte, berührte mich nicht. Als Künstler fühlte ich mich diesen Aufgaben gewachsen. Außerdem bot ich diese Dienste wesentlich günstiger an als ein professioneller Grafiker. Das war mein (innerer) Ausgleich für eventuell fehlendes Knowhow.
Bei der „freien“ Malerei war ich nun nicht mehr so frei wie früher. Vielfach verlor sich die Freude beim allzu genauen ausarbeiten der Bilder.
Ein seltsamer Konflikt entstand: ich malte so gut wie noch nie zuvor und hatte keine Freude mehr daran.
In der Folge – sicherlich auch durch eine Verlagerung auf die Auftragsarbeiten – entstanden weniger Werke und ich konnte mich kaum mehr motivieren, neue Bilder zu beginnen. Irgendwie fehlte die Herausforderung, weil ohnehin klar war, wie das jeweilige Bild zu erarbeiten war.
Da ich ein sehr disziplinierter Mensch bin, malte ich aber weiter – ohne Freude zwar, aber technisch auf einem sehr hohen Niveau.
Ein erstes experimentelles Ergebnis überzeugte mich, dass Packpapier nicht geeignet ist. Es verformt sich sofort und knittert dann.
Die Firma Boesner hatte günstige Leinwände auf Rollen, diese kaufte ich und zusätzlich Acrylfarben in großen Gebinden, dann konnte es losgehen.
Und wie es losging! Im Frühjahr und Sommer 2007 malte ich mir die Hände wund, so berauschend war die Befreiung von der genauen Detailarbeit. Abgesehen davon war es mein Einstieg in die abstrakte Malerei und auch in dieser Hinsicht eine neue Herausforderung.
Die Acrylfarbe erwies sich wegen ihrer raschen Trocknungszeit als genial für diese Art der Arbeit und als Draufgabe spielte es „Pollock“ im Fernsehen. Der Film berührte mich wegen der Ähnlichkeit des malerischen „Tuns“ und wegen der gezeigten Genialität dieses Mannes. Also beeinflusste er mich auch.
Es war nun – entgegen meiner früheren Meinung – am schnellen Arbeiten und am Herumspritzen mit Farbe nichts mehr auszusetzen, diese Art des künstlerischen Schaffens hatte sich mir jetzt erschlossen.
Ich fragte sie, ob sie diese Arbeit gegen Bezahlung beim mir zu Hause machen würde und sie sagte zu. Es stellte sich dann schnell heraus, dass das ein Glücksgriff von der Art war, die ein Leben bestimmen und verändern kann. Vesna malte selbst und hatte bei Ernst Fuchs (später bei Michael Fuchs) gelernt. Durch sie erhielt ich Zugang zur Gedankenwelt dieser Künstler.
Abgesehen davon schaffte sie es, die stark welligen und großen Leinwände perfekt auf Keilrahmen zu spannen, sodass es danach präsentationsfähige Werke waren.
Da ich mir alleine etwas verloren vorkam, fragte ich Wolfgang Bilinski, einen Bekannten, von dem ich wusste, dass er abstrakt malt, ob er gemeinsam mit mir ausstellen wolle und er sagte zu.
Eine mir unbekannte Besucherin dieser Ausstellung – Adriana Peterova – fragte mich, ob ich einer Künstlergruppe beitreten wolle. Sie war eine Bekannte des Galeristen und hatte den Plan, eine internationale Künstlervereinigung zu gründen.
Das klang wie Musik in meinen Ohren – vor allem dass sie mich dabei haben wollte – und ich sagte zu. Von den 8 – 10 Künstlern, die sich anfangs gefunden hatten blieben dann letztendlich 4 ernsthafte Interessenten übrig, die sich zu „VIENNA-ART-IST“ konsolidierten.
Der Wasserturm passte genial zu den großen Formaten meiner Werke und ich finde diesen Ort auch im Nachhinein gesehen eine großartige Möglichkeit für Künstler, sich zu präsentieren.
Leider hatte ich einen sehr frühen Termin im Jahr und der Wasserturm mit seinen meterdicken Mauern gab die Kälte eines ganzen Winters in kleinen Portionen an den Innenraum ab. Da es keine Heizung gibt, fror ich ständig während der 2 Wochen meiner Ausstellung.
Trotzdem freute ich mich über diese schöne Möglichkeit, meine Arbeiten zu zeigen.
Einigen seiner Kunstwerke – diese werden abfotografiert und sind oftmals nicht dazu gedacht, lange zu überdauern – war ich auf Anhieb verfallen, es handelte sich vorwiegend um solche mit hohen Kontrastwirkungen oder starken Farben. Es dauerte dann aber noch eine gewisse Zeit, bis diese Inhalte Eingang in meine Malerei fanden.
Anfangs waren diese Motive stark von Andy Goldsworthy’s Arbeit beeinflusst, später wurden die Arbeiten zunehmend von eigenen Inhalten geprägt.
Im Dezember des Jahres 2009 war es dann auch mit der ersten Gruppenausstellung der Künstlervereinigung „Vienna-Art-Ist“ in der Galerie TIME soweit. Wir erhielten viel Lob, dafür verloren wir Nicole Pelikan und waren von nun an nur noch zu dritt.
Dank des Engagements von Adriana Peterova hielt ich mich noch bis in den Sommer des Jahres 2011 in der Künstlergruppe.
Statt dessen erhielt ich die Möglichkeit, auf der ART INNSBRUCK auszustellen. Diese Chance habe ich vom 24.02.2012 bis 27.02.2012 wahrgenommen und viel Bestätigung erhalten.
Im Herbst 2012 absolvierte ich den Jakobsweg (Camino Frances) und war 5 Wochen von Saint-Jean-De-Port nach Santiago de Compostella unterwegs. Für mich war es Weg der Selbstfindung, der viele Erkenntnisse gebracht hat. Selbstverständlich habe ich auch jede Menge an Impressionen nach Hause mitgebracht, die meine Kunst von diesem Zeitpunkt an bereichert haben.
Vom 18.09.2013 bis 22.09.2013 war ich Teilnehmer an der Berliner Liste, internationale Kunstmesse und wurde dort von der Galerie Böhner / Mannheim vertreten.
Foto:Schedl
Im Jahr 2014 ergaben sich einige Möglichkeiten, an internationalen Ausstellungen teilzunehmen, so z.B. neben Österreich in Deutschland, Frankreich und in der Tschechischen Republik.
In Frankreich durfte ich (im Rathaus der Stadt Sochaux) in Räumen ausstellen, wo schon berühmte Künstler (u.a. Pablo Picasso) vertreten waren.
Im Jahr 2015 habe ich einen Workshop in den Räumen meines Ateliers durchgeführt, der das Malen von Gefühlen zum Inhalt hatte. Das hat so guten Anklang gefunden, dass ich beschlossen habe, diese Möglichkeit vorerst einmal auf Dauer einzurichten.
Es besteht daher derzeit die Möglichkeit, das in kleinerem Rahmen (maximal 2 Malplätze) als Kurs bei mir zu buchen (siehe dazu auch meine andere Homepage Wap-Graphics, unter Kurse). Außerdem habe ich im Jahr 2015 noch an einer Ausstellung in Deutschland und an einer Biennale in Frankreich (Charquemont) teilgenommen.
Dann kam das bisher größte Highlight meiner malerischen Karriere: im Oktober 2016 durfte ich an der Kunstmesse im Louvre teilnehmen (ART SHOPPING, Internationale Kunstmesse im Carrousel du Louvre, Paris).
Freund Michael Pugel hat mit Beginn des Jahres 2017 seine eigene Homepage präsentiert. Unter MIKAPU zeigt er seine Fotografien und am PC nachbearbeitete/veränderte Fotos. Das freut mich sehr, denn nun sind seine (neuen) Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich!
Schon die Jahre davor hatten sich Themen wie Rindenstrukturen, Schmetterlinge, Holz oder auch Steine vermehrt als interessant heraus gestellt und mein Schaffen hatte sich immer mehr in diese Richtung gewandt. So richtig bewusst wurde mir das allerdings erst in diesem Jahr.
Auch ein kleiner Film über mich, der dankenswerter Weise von der Firma EVISCO (München) gedreht wurde, hat dieses Thema aufgegriffen.
Bei der Arbeit am Werk „Amorph II“ im November 2019
Im März 2020 kamen Corona und der Lockdown in Österreich. Noch in den Tagen davor war ich mit einigen Arbeiten im Haupthaus der Galerie Beck in Homburg an der Saar vertreten. Nach Lockerung der Maßnahmen war ich im August 2020 wieder dort, um mit Auto und Kastenanhänger nach Dortmund „umzuziehen“. Dort präsentierte ich dann 60 Arbeiten in der IHK (Industrie- und Handelskammer), die Vernissage fand mit Maske und insgesamt nur etwa 10 Personen statt.
Eine Ausstellung mit abstrakten Werken war in der Galerie ARTTIME in Udine (IT) für April 2020 geplant, wurde dann in den Herbst verschoben. Im Sommer fand ich Gelegenheit, die Arbeiten nach Udine zu bringen. Bei der Vernissage im Oktober begann sich die Corona-Situation in Österreich gerade wieder zu verschärfen und ich nahm daher selbst nicht daran teil – meine Bilder waren aber dabei.
„Covid 19“
Gemalt mit den Händen in der Zeit des ersten
Lockdowns 2020 in Österreich
Auszug aus dem Zyklus „Rauhnächte“
„Achte Rauhnacht – Neubeginn“
Während eines Kurzurlaubs im Schwarzwald fuhr ich nach Saarbrücken, wo im August 2021 eine Ausstellung zum Gedenken des deutschen Lyrikers Paul Celan stattfand. Ein von mir gemaltes Bild (zu einer Textstelle von Paul Celan) war mit dabei und ich wollte die Eröffnung der Ausstellung erleben.
Da mich auch einige private Erledigungen in Atem hielten, kam ich erst im Herbst und Winter wieder richtig zum Malen. Im Übergang zum Jahr 2022 malte ich den Zyklus „Rauhnächte“, zunächst „Wintersonnenwende“ und dann 12 Arbeiten, die jeweils in der zugehörigen Rauhnacht entstanden.
Den inhaltlichen Hintergrund entnahm ich der Homepage YOGAMITMARTINA von Frau Honecker, der ich an dieser Stelle herzlich danke!
Alle Werke dieses Zyklus sind als Emotionsmalerei – also in abstrakter Form – entstanden und können daher unter „Abstraktes“ betrachtet werden. Sie wurden als erste größere Ausstellung nach (?) Corona im September 2022 in der Galleria ARTtime in Udine, Italien präsentiert.
Außerdem war ich mit dem gesamten Zyklus der Rauhnächte zu Gast in der Galleria ARTtime in Udine.
„Filmszenen – Top Gun“
„Raum für Erfüllung und Exzellenz“
Unser erstes gemeinsames Werk widmete sich dem inneren Dialog, der „Inneren Stimme“. Ab Ende 2023 und mit Beginn 2024 entstanden in diesem Prozess 24 abstrakte Arbeiten. Jeder von uns malte sechs „Innere Stimmen“, auf die der jeweils andere mit korrespondierenden „Räumen“ antwortete. So entstand eine außergewöhnliche bildnerische Kommunikation. Derzeit arbeiten wir an einer gemeinsamen Homepage GEDANKENWELT und an einem erklärenden Video.
Die Erfahrungen mit dieser Farbe reizten mich dann, eine neue Linie auszuprobieren. Ich fotografierte verschiedene Gebäude oder auch Gegenstände, die aus Gold waren oder die sich für die Goldfarbe anboten.
Dann überarbeitete ich diese auf Leinwand ausgedruckten Bilder mit Acryl-Gold. Außerdem drängten sich 2025 auch andere Motive auf, die in dieser Farbe gemalt werden wollten. Bis ins Jahr 2026 hinein blieb ich diesem Experimentieren treu.
„Gold Secession“





